Wasserfall

 

 

Vergabegrundlage

Unser Ziel ist es, die Klimaschutzbemühungen unserer Branche transparent zu gestalten und sie sichtbar zu machen

 

 

Inhalt


1.     Die Initiative Klimaschutz Holzindustrie

2.     Berechnungsgrundlagen und Voraussetzungen für Klimaneutralität

3.     Kompensation von Emissionen

4.     Kennzeichnung

1. Die Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE

KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE ist eine Initiative des Hauptverbandes der deutschen Holzindustrie (HDH), der sowohl seine Mitglieder als auch alle Unternehmen der Branche dabei unterstützt, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gemeinsam übernehmen die Teilnehmer an der Initiative freiwillig Verantwortung für den Klimaschutz und leisten damit einen Beitrag zur Erreichung der internationalen Klimaschutzziele des Pariser Abkommens.

Primäres Ziel ist es, langfristig den CO2-Fußabdruck der Unternehmen zu reduzieren und Energiekosten zu senken. Darüber hinaus können bilanziell nicht vermeidbare Emissionen durch Klimaschutzzertifikate ausgeglichen werden und so der CO2-Fußabdruck der Unternehmen ausgeglichen werden.

Zusätzlich wird den Teilnehmern an der Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE angeboten, den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte berechnen zu lassen. Für die entstandenen Emissionen auf Produktebene können Einsparungspotenziale definiert und unvermeidbare Emissionen durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Neben den entstandenen Emissionen  bindet der Rohstoff Holz langfristig CO2 und ist damit eine natürliche CO2-Senke, die separat zu den Emissionen dargestellt werden kann. Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ist somit ein Grundstein für eine klimafreundliche Zukunft.

Der Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE können sich alle Unternehmen anschließen, die in der Holzindustrie tätig sind und sich für den Klimaschutz engagieren möchten.

Auf Grundlage der CO2-Bilanz eines jeden teilnehmenden Unternehmens werden Branchen-, Unternehmens- und Produktkonzepte zum Klimaschutz entwickelt.

 

Voraussetzung zur Teilnahme an der Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE

Jedes Unternehmen, das an der Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE teilnehmen möchte, verpflichtet sich, seinen eigenen CO2-Fußabdruck – bezogen auf alle Betriebsstätten – mindestens alle zwei Jahre berechnen zu lassen. Auf Grundlage dessen werden wirksame und relevante Reduktionsszenarien festgelegt.

2. Berechnungsgrundlagen und Voraussetzungen für die Klimaneutralität

2.1. Einteilung der Emissionen in Scope 1 – 3

2.1.1. Scope 1

Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen des Unternehmens, die aus dem Verbrauch von Primärenergieträgern resultieren. Dazu gehören z.B. das Verbrennen fossiler Rohstoffe zur Energieherstellung, Wärmeerzeugung oder der Betrieb aller unternehmenseigenen PKW und LKW mit Treibstoffen wie z.B. Benzin, Diesel und Erdgas. Ebenfalls relevant sind die Bereiche Prozessemissionen und die Nachfüllungen der Kühl- und Klimaanlagen. 

 

  • Wärmeverbrauch, 
  • Kraftstoffverbrauch (Fuhrpark),
  • Gasleckagen (Kältemittel), 
  • Direkte Emissionen (Prozessemissionen z.B. in der Stahl- oder Zementindustrie) 

 

2.1.2. Scope 2

Scope 2 umfasst alle indirekten Emissionen eines Unternehmens, die aus der Erzeugung der von einem Unternehmen beschafften Energie resultieren. Dazu zählen beispielsweise durch das Unternehmen verbrauchte Sekundärenergieträger wie Strom, Fernwärme, Dampf oder Kühlungsenergie. Besteht der Fuhrpark auch oder ausschließlich aus Elektroautos, so werden die daraus resultierenden Emissionen im Bereich Scope 2 im Bereich des verbrauchten Stroms erhoben. 

 

  • Stromverbrauch (herkömmlicher Strom, Ökostrom), 
  • Ökostrom aus Eigenherstellung (z.B. Photovoltaik),
  • Fernwärme, Fernkälte & Dampf 

 

2.1.3. Scope 3

Scope 3 umfasst alle indirekten Emissionen, die aus dem Ablauf aller täglichen Unternehmensprozesse sowie dem Produktlebenszyklus resultieren und im Rahmen der Erhebung von Scope 3 Emissionen auf Grundlage des GHGP Corporate Accounting and Reporting Standard erhoben werden können. Dabei wird zwischen vor- und nachgelagerten Prozessen in der Wertschöpfungskette unterschieden. Das GHG Protocol definiert 15 Kategorien, insbesondere die nachfolgenden. 

 

  • Vorgelagerte energiebezogene Emissionen (z.B. Bau des Kraftwerkes & der Infrastruktur), 
  • Geschäftsreisen & Hotelübernachtungen, 
  • Arbeitswege der Mitarbeiter:innen, 
  • Wasser & Abwasser, 
  • Abfallaufkommen, 
  • Papierverbrauch, 
  • Eingekaufte Hardware, 
  • Verbrauchsmaterialien (z.B. Reinigungsmittel oder Schmierfette), 
  • Ggf. externe Logistik 
  • Vorprodukte

 

2.2. Hinweis zur Bilanzierung von Scope 2 & 3 Emissionen

Die indirekten Scope 2 und 3 Emissionen von Unternehmen sind immer die direkten Scope 1 Emissionen von Unternehmen oder Privatpersonen in vor- und nachgelagerten Segmenten. Nach einer analogen Anwendung bilanzieren verpflichtete Unternehmen auch die CO2-Emissionen im gesetzlich geregelten EU Cap-and-Trade System und berechnen dort lediglich Teile ihrer Scope 1 Emissionen. Würde es im Rahmen der Grenzen jedes Staates eine gesetzliche Verpflichtung zum Ausgleich aller Scope 1 Emissionen durch den jeweiligen Verursacher geben, z.B. durch eine entsprechende CO2-Besteuerung und adäquaten Einsatz dieser Mittel, so würden alle Staaten und damit auch alle Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen gemeinsam klimaneutral agieren. Da eine entsprechende Gesetzgebung aber derzeit nicht existiert, sollten zum heutigen Zeitpunkt neben den Scope 1 Emissionen auch alle Scope 2 Emissionen und auch relevante Emissionen aus Scope 3 hinzugenommen werden.

Unternehmen, die bilanziell die CO2-Emissionen reduzieren wollen, können hierfür u.a. auch klimaneutrale Dienstleistungen und Produkte einkaufen wie z.B.

  • klimaneutralen Strom und klimaneutrales Gas,
  • klimaneutrale Verpackungen und klimaneutrales Druckerpapier,
  • klimaneutrale externe Logistik.

 

2.3. Voraussetzung klimaneutrales Unternehmen / klimaneutrale Produktion

Ein bilanziell klimaneutrales Unternehmen verpflichtet sich, alle Scope-Bereiche auf Grundlage verfügbarer Daten umfassend zu berechnen und in der Folge die direkten THGE aus Scope 1 und die indirekten Emissionen aus Scope 2 und 3 zu reduzieren und jährlich zu kompensieren. Die Kompensation bezieht sich immer auf das aktuelle Geschäftsjahr. 

Eine klimaneutrale Produktion wird für Unternehmen verwendet, die ihre Emissionen gemäß dem CARS auf Grundlage des adaptierten Gate-to-gate Ansatzes berechnet, reduziert und kompensiert haben.

 

2.4. Voraussetzung Klimaneutrales Produkt

Bei bilanziell klimaneutralen Produkten oder einer speziellen klimaneutralen Produktlinie müssen die berechneten Emissionen (multipliziert mit der Gesamtanzahl der verkauften Produkte) reduziert und kompensiert werden. 

Eine Voraussetzung für die klimaneutralen Produkte ist die Klimaneutralstellung des Unternehmens. 

 

2.5. Grundlagen zur Bilanzierung von Treibhausgas-Emissionen

Das Greenhouse Gas Protocol (GHG), das vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council on Sustainable Development (WBCSD) entwickelt wurde, ist international der am weitesten verbreitete und anerkannte Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen. Das GHG Protocol definiert die Grundprinzipien der Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit und lehnt sich dabei an Prinzipien finanzieller Rechnungslegung an. Weiterhin definiert das GHG Protocol Regeln zur organisatorischen Abgrenzung einer Treibhausgasbilanz und zur operativen Abgrenzung.

Auf Grundlage des GHG Protocols werden betriebs- und produktbezogene Emissionen gemessen und CO2-Emissionsbilanzen u.a. für Unternehmen oder einzelne Produkte erstellt. Dieser direkte Einblick ermöglicht es einzuschätzen, wo es nötig und sinnvoll ist, Emissionen zu reduzieren. 

 
2.5.1. Systemgrenzen

Der zugrunde gelegte Berechnungsstandard ist der GHG Protocol CARS. Unternehmen berechnen ihre CO2-Emissionen in den Bereichen Scope 1 und Scope 2 zu 100%. Berechnungen aus Scope 3 erfolgen gemäß dem Standard optional. Bei der Initiative Klimaschutz Holzindustrie ist die Erfassung der relevanten Scope 3 Emissionen verpflichtend, da diese i.d.R. einen signifikanten Anteil der Emissionen eines Unternehmens ausmachen. 

 

2.5.2. Anforderungen an die Berechnung

Unternehmen entwickeln ein innerbetriebliches System ihrer Wahl zur Erhebung der Scope 1, Scope 2 und Scope 3 Daten. Alle erhobenen Daten werden jährlich oder zweijährlich (je nach Wunsch) von der GKH abgefragt.

Für die Berechnungen im Bereich Scope 2 Stromverbrauch gilt der Anbieteransatz (market-based), d.h. es werden die Emissionen berechnet, die laut Stromkennzeichnung anfallen. Aus Informationszwecken kann zusätzlich auch eine Berechnung nach dem sog. Netzansatz erfolgen (location-based).

Wird Strom ausschließlich aus regenerativen Quellen bezogen und kann dies mittels geeigneter Herkunftsnachweise belegt werden, so wird Strom mit dem Emissionsfaktor „null“ bilanziert. Davon abzugrenzen sind mögliche „Vorketten-Emissionen“, die aus dem Bau der Kraftwerke resultieren und je nach gewählter Methodik freiwillig (bei der GKH verplichtend) im Bereich Scope 3 bilanziert werden können. Die Berechnungen der Scope 3 Emissionen erfolgen auf Basis verfügbarer Sekundärfaktoren. Unternehmen sind zur Erhebung von Primärfaktoren verpflichtet.

Die GKH verpflichtet die Unternehmen darüber hinaus zur Erhebung ausgewählter relevanter Scope 3 Emissionen. Die Erhebungen bilden die Grundlage für das klimaneutrale Unternehmen. Es werden folgende Bereiche zur Berechnung herangezogen. 

 

  • Vorgelagerte energiebezogene Emissionen (z.B. Bau des Kraftwerkes & der Infrastruktur), 
  • Geschäftsreisen & Hotelübernachtungen, 
  • Arbeitswege der Mitarbeiter:innen, 
  • Wasser & Abwasser, 
  • Abfallaufkommen, 
  • Papierverbrauch, 
  • Eingekaufte Hardware, 
  • Verbrauchsmaterialien (z.B. Reinigungsmittel oder Schmierfette), 
  • Externe Logistik 
  • Vorprodukte

Die Berechnungen im Bereich Scope 3 erfolgen einheitlich auf Grundlage der technischen Anleitung zur Berechnung von Scope 3 Emissionen (Technical guidance for Calculating Scope 3 Emissions) des GHG Protocols.

3. Kompensation von Emissionen

          
3.1. Bedeutung und Zweck der Kompensation

Der Begriff „klimaneutral“ wird im Allgemeinen verwendet, wenn entstandene Emissionen durch eine Maßnahme ausgeglichen werden. So kann durch Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen eine bilanzielle Klimaneutralität erreicht werden.
Nach dem Prinzip der im Kyoto-Protocol beschriebenen CO2-Kompensation sollen Treibhausgase, die an einem Ort der Erde entstehen und nicht vermieden werden können, durch Klimaschutzprojekte an einem anderen Ort eingespart werden. Um diese zu finanzieren, kaufen Unternehmen Zertifikate entsprechender Klimaschutzprojekte aus verfügbaren Projektsektoren (z.B. Biomasse, Kochöfen, Solarenergie, Waldschutz, Wasserkraft und Windenergie). Jedes Zertifikat steht für eine Tonne CO2, die durch das jeweilige Projekt eingespart oder gebunden wird. Weltweit gibt es zahlreiche Klimaschutzprojekte, wobei die meisten davon erneuerbare Energieprojekte unterstützen. Die Initiatoren dieser Projekte erhalten für ihr Engagement Emissionsgutschriften, die in Form von Klimaschutzzertifikaten gehandelt werden können. Die Höhe bemisst sich beispielsweise durch den Vergleich mit den Emissionen, die durch den Bau eines Kohlekraftwerkes entstanden wären.

 

3.2. Internationale Projekte

Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Deshalb ist es sinnvoll, die Emissionen dort zu vermeiden, wo die Kosten am geringsten sind. Zudem tragen Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern zur Verbesserung der ökonomischen, sozialen und ökologischen Situation bei und unterstützen die Realisierung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Für Schwellen- und Entwicklungsländer ist der Emissionshandel ein wesentlicher Treiber für den Transfer sauberer Technologien und einer nachhaltig ausgerichteten wirtschaftlichen Entwicklung.
Um die Klimaneutralität zu erreichen, ist es notwendig die unvermeidbaren Emissionen eines Unternehmens mit anerkannten Klimaschutzzertifikaten auszugleichen. Der „Clean Development Mechanism“ des Kyoto Protocols sieht vor, dass Industrieländer Entwicklungs- und Schwellenländern bei einer nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Demnach kann durch die Unterstützung von regionalen Projekten in Industrieländern leider keine Klimaneutralität erreicht werden. Dennoch lohnt es sich, regionale Projekte zu unterstützen. Blühwiesen für Bienen und aussterbende Insekten sind wirksame Projekte zum Umweltschutz vor Ort und dem Erhalt von Biodiversität und Artenvielfalt. Des Weiteren verzeichnen wir auch in Deutschland aktuell ein vermehrtes Waldsterben. Aufforstungsprojekte sind also immer sinnvoll, egal ob im Inland oder Ausland. Die GKH stellt gerne eine Auswahl an verschiedenen regionalen Projekten, wie z.B. Bienen- und Blühwiesenpatenschaften, bereit.

 

3.3. Klimaschutzprojekte

Zur Erreichung der Klimaneutralität können anerkannte Klimaschutzzertifikate erworben werden. Die geförderten Klimaschutzprojekte werden jeweils nach einem der drei international anerkannten Zertifizierungsstandards – UN CER (Certified Emission Reduction der Vereinten Nationen), VCS (Verified Carbon Standard) oder dem u.a. vom WWF entwickelten Gold Standard – akkreditiert, freigegeben und kontrolliert. Die Validierung der Projektergebnisse, in Bezug auf die erzielten CO2-Einsparungen, wird durch unabhängige Prüfinstanzen, bescheinigt. So wird ein hoher Qualitätsstandard der Klimaschutzprojekte gewährleistet.

 

 

Die Klimaschutzprojekte sind des Weiteren dazu verpflichtet neben der Einsparung von Treibhausgasemissionen positive Effekte auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) zu haben. So können die verschiedenen Klimaschutzprojekte zum Beispiel auch auf Ziele wie zum Beispiel die Verringerung von Armut, die Bereitstellung von bezahlbarem Strom, die Förderung von Bildung und Gesundheit oder dem Ausbau der Infrastruktur beitragen. 

4. Kennzeichnung

Die teilnehmenden Unternehmen der Initiative Klimaschutz Holzindustrie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele Deutschlands, der Europäischen Union sowie der Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen. Als klimaneutrale Unternehmen fungieren sie innerhalb und über ihre Branche hinaus als Vorbild im Einsatz für den Klimaschutz.
Durch die Teilnahme an der Initiative eröffnet sich den Unternehmen der Zugang zu einem starken Netzwerk an Gleichgesinnten. Dieses kann zum Austausch genutzt werden, um weitere wirkungsvolle Ideen zu entwickeln und gegebenenfalls Maßnahmen effizienter umzusetzen. Außerdem kann es Anreiz für andere Unternehmen schaffen, sich ebenfalls mit der Thematik Klimaschutz zu beschäftigen. Denn die Bekennung zur Initiative zeigt in erhöhtem Maße die Bereitschaft, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen und stärkt somit die positive Reputation nach außen im Bereich der Nachhaltigkeit eines Unternehmens. Im Wettbewerb um Auftragsvergaben kann dies ein Vorteil sein. Neben Kunden werden auch Mitarbeitende und Lieferanten durch die Mitgliedschaft in der Initiative KLIMASCHUTZ HOLZINDUSTRIE für die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit endlichen Ressourcen sensibilisiert. So nehmen die Unternehmen der Klimainitiative nicht nur eine Vorreiterrolle ein, sondern fungieren auch als Multiplikator, um Klimaschutz zu platzieren und für Engagement zu motivieren.
Unternehmen, die sich klimaneutral stellen, erhalten eine entsprechende Auszeichnung in Form eines Zertifikats. Dieses können sie in ihren Marketingmaßnahmen einbinden und so ihr Engagement sichtbar machen.

4.1. Label Klimaschutz Holzindustrie 

Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen in den Bereichen Scope 1, Scope 2 und Scope 3 gemäß dieser Vergabegrundlage berechnet haben, die Berechnung zweijährlich durchführen lassen und Emissionen langfristig reduzieren sind berechtigt, das folgende Label zu verwenden:

Klimaschutz Holzindustrie

 

4.2. Label Klimaneutrales Unternehmen

Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen in den Bereichen Scope 1, Scope 2 und Scope 3 gemäß dieser Vergabegrundlage berechnet haben, die Berechnung zweijährlich durchführen lassen, Emissionen langfristig reduzieren und nicht vermeidbare Emissionen durch zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert haben (bilanzielle Klimaneutralität ist erreicht), sind berechtigt, das folgende Label zu verwenden:

 

4.3. Label Klimaneutrales Produkt

Unternehmen, die die CO2-Emissionen des Unternehmens in den Bereichen Scope 1, Scope 2 und Scope 3 und darüber hinaus die produkspezifischen Emissionen (Scope 3: Vorprodukte & externe Ein- und Ausgangslogistik) gemäß dieser Vergabegrundlage berechnet und klimaneutral gestellt haben, sind berechtigt, das folgende Label ausschließlich für die zertifizierten Produkte zu verwenden:

 

4.4. Zeitintervall für die Berechnung

Die Führung der jeweiligen Labels ist daran gebunden, dass die CO2-Emissionen aus dem Vorjahr zweijährlich wiederholend auf Grundlage der gewählten Methodik im Nachhinein berechnet und jährlich kompensiert werden. 
 
 
München, Oktober 2020